Gestern (26.12.2009) hat Phoenix die Sendung/Serie 60x Deutschland ausgestrahlt. War wirklich interessant! Alle Folgen gibt’s wohl auch auf der Webseite:
Genau meine Meinung
Diesem Kommentar kann ich uneingeschränkt zustimmen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64098
Leider ist es aber wohl sehr unwahrscheinlich, dass es zu Jamaika kommen wird :(
Unglaublich
Unglaublich ist es schon, wenn sich eine gewisse Person, mit unglaublich dunklen und einfarbigen Haaren, in der Elephantenrunde wie folgt äußert: „Niemand außer mir ist in der Lage, eine stabile Regierung zu bilden.” Das ist an Arroganz kaum mehr zu überbieten. Zu bemerken war die Rot-Grüné Überheblichkeit schon in den letzten Wochen. Im Antenne Bayern-Interview zum Beispiel. Da kann sich der Medienguru auch noch so gut vor Kameras präsentieren, und das kann er nun wirklich, aber irgendwo hört’s auf! Im besonderen der Kanzler und sein Außenminister sahen in sich selbstsicher die einzig Kompetenten für die aktuelle Situation.
Damit haben sie aber leider auch nicht so ganz unrecht. Eine Regierung ohne Rot-Anteil wäre zwar auf meiner Sicht besser für Deutschland, nur hat das Schwarze Lager keine wirklichen Alternativen zu bieten. Viele der „guten” Politiker — soweit man bei Politikern überhaupt von gut reden kann — sind gegangen (worden). Was übrig geblieben ist, ist ein unsicherer, teilweise zerstrittener Haufen. Die sind immer noch besser als die Roten, aber wirklich nur hauchdünn. Genau wie das Wahlergebnis.
Ich bin nur froh, dass die Gelben Stimmen gewonnen haben, und das auch völlig zurecht! Sie hatte klare Argumente und haben die Situation nüchtern analysiert. Das kann man von keiner der anderen Parteien sagen. Die eine Hälfte hat mit der Angst der Menschen gespielt, die andere ist in ihrem eigenen Chaos untergegangen. Die eine Frage bleibt aber: was kommt jetzt?
Ich persönlich würde Jamaika — manchmal auch als Schwampel bezeichnet — bevorzugen. Kirchhoff’sche Entschlackung des Steuersystems, liberale entbürokratisierung und ökologische Erneuerung. Das wird aber nichts. Da machen weder die Grünen noch die Gelben mit. Eine Ampel wird es nach den Aussagen der Gelben auch nicht. Wenn’s Rot-Dunkenrot-Grün wird, dann können wir uns auch gleich ein Grab schaufeln. Der machthungrigen Führungsriege der SPD ist das aber ohne weiteres zuzutrauen. Es bleibt eigentlich nur noch Schwarz-Rot übrig, und zwar genau in dieser Reihenfolge.
Warten wir mal gespannt die nächsten Wochen ab. Solange die machtgeilen, arroganten Genossen und Freunde nichts Wichtiges mehr zu melden haben, bin ich zufrieden.
Wahlspotting
Als ich auf Spiegel Online den Artikel über das Wahlspotleck bei der CDU gelesen habe, musste ich mir doch glatt mal die ganzen Werbespots der großen Parteien [1, 2] anschauen, die über’s Internet verfügbar sind.
Wenigstens arbeitet die SPD an irgendwas. Da stellt sich nur die Frage: glauben die wirklich alles, was sie in den Filmchen sagen? Sehr naiv. 1998 meinte Schröder ja auch, dass er sich an der Arbeitslosigkeit messen lassen will. Soviel zum Thema Verlässlichkeit.
Nun gut. Muss jede/jeder selber wissen, welches „Wahlversprechen” das Richtige ist. Wenn wir wenigstens eine vielversprechende Alternative hätten — viel Auswahl bleibt aber nun mal nicht. 1998 hat ja auch niemand auf mich gehört :P
Energie
„Wenn Gerhard Schröder so viel Energie in seine Politik gesteckt hätte, wie er in eine Wahlkämpfe steckt, dann wäre jetzt vielleicht alles anders. Vielleicht auch nicht.” – dachte ich mir so, als ich vorher an einem Schröder-Kopf-Plakat (nicht Köpf) vorbeigelaufen bin.
Dumm oder einfach nur dämlich?
Ich weiss ja nicht, was manche Menschen sich vorstellen — von denken kann ja wohl keine Rede sein. 30 Stunden arbeiten, und das auch noch mit vollem Lohnausgleich?
Mal nachrechnen: 30 Stunden pro Woche, bei ca. 4 Wochen pro Monat (ja, ich weiss, das ist nicht so ganz richtig. Sei’s drum). Das macht also 120 Stunden Arbeit im Monat. Ein Arbeitstag hat potentiell 14 Stunden. 8 Stunden zum schlafen und 2 Stunden um etwas zu essen. In ungefähr zwei, sagen wir mal drei Tagen könnte man also eine ganze Arbeitswoche hinter sich bringen. Zwei Wochen arbeiten, zwei Wochen Freizeit. Nicht schlecht.
Im Vergleich der von mir eher bevorzugten 40– bzw. 45-Stunden-Woche also knapp ein Drittel weniger, und dafuer auch noch Geld bekommen? Auf dass die Menschen faul werden!
Die Mitglieder dieser Partei scheinen es zumindest zu sein: die haben genügend Zeit, eine ganze Stadt mit diesen und anderen Plakaten zu pflastern. Was da an Müll anfällt! Und dabei gibt es noch ein Plakat, auf dem irgendwas mit erneuerbaren Energien steht. Nun gut, die Restmüllverbrennungsanlagen haben nach der Wahl, die vielleicht ja überhaupt nicht kommt, auch genug zu tun.
Ich kann mir ja nicht ernsthaft vorstellen, dass irgendjemand auf solch ein „Wahlversprechen” reinfällt. Außerdem weiss man ja: positive Wahlverspreche sind immer Lügen.
Irgendwie macht mit das aber schon Angst…
