Extreme Eating
Also irgendwie sind manche Leute doch seltsam. Da liegt im Kühlschrank wochenlang Zeug wie Butter oder Bierschinken rum, alle Nicht-Eigentümer dieser Exponate machen einen extrem großen Bogen um die kontaminierten Zonen.
Die Butter — an sich ja schon ein gelbes Konstrukt aus Milch und Fett — wird mit der Zeit immer noch gelber. Da fragt man sich dann doch: „warum?” Vielleicht kommt auch die Frage auf: „soll ich das wirklich noch essen?” Im Normalfall kommt man dann zum Schluß: „weg damit!”
Nicht so unser geschätzter Kollege. Bekannte Redewendungen wie „ooohh, das ist noch gut, das kann man noch essen” werden ja auch von anderen Individuen verwendet. Wenn dann aber schließlich die Nase mit der Wurstpackung auf Tuchfühlung geht, die Wurst Flugstunden nimmt (siehe unten) und das Ding dann nachher auch noch verputzt wird, dann kann einem doch nur noch der Magen desjenigen leid tun.
Es ist noch nicht genug, dass sich der Wurstrand schon eigenständing ich Richtung Wurstmitte rollt, das Ding also langsam anfängt knusprig zu werden. Nein! Man muß nach eingehender Riech- und Tastprüfung das Ding auch noch essen, nur um danach zu sagen: „ich glaube, ich geh mal zum tegut… rüber. Ich kauf was Frisches. Vielleicht hinterlasse ich dort auch irgendwo né Pizza aufm Boden.”
Zusammengefasst muss ich also sagen: Liegt eine Wurst, mal ausgenommen Luftgetrocknetes, schon länger als 4 Tage offen im Kühlschrank, haben die Ränder eine Eigendynamik in Richtung Wurstzentrum entwickelt und sieht das Gesamtwerk schon nicht mehr essbar aus, dann sollte es entsorgt werden! Nicht in den Mund, in den Mülleimer!
Das selbe gilt für abgelaufene Butter: ist die Außenschicht schon glasig gelb, kann man schon die Bakterien beim Tanzen beobachten, dann fliegt das Ding in den Müll!

Zu unserem 7 Tage alten Mais im Kühlschrank, der sich bald zum ersten autonomen Gefährt der Abteilung entwickelt, sage ich jetzt mal nichts.
